Politik-Shorts

17.06.2010 20:40 Uhr • Hm. Herr Schweinsteiger hat Grippe... #schweinegrippe

11.06.2010 12:43 Uhr • #Filter 'Time for Kids' filtert @netzpolitk an Schulen heraus. http://bit.ly/9PfjYx #Internetsperren mal anders

09.06.2010 9:42 Uhr • Wenn alle sparen: #Sparen wir uns doch diese #Regierung.

04.06.2010 9:55 Uhr • #Gauck ist ein weitaus besserer #Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten http://bit.ly/cjmfca #buprä2010

03.06.2010 19:49 Uhr • Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff soll nach dem Willen von CDU/CSU und FDP neuer #Bundespräsident werden http://bit.ly/aQZg7v

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Von der Sommerfrische.

von Herr Schwaner am 06.07.2010, in: Skizziert, Synapsenfeuer

Es ist sommerlich heiß, im abgedunkelten Zimmer dudelt trocken-muffig das Radio im Hintergrund. “Probieren Sie auch unsere neuen fruchtig-frischen Sommersorten, wie Erdbeer-Limette-Carpaccio…”

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Von Schubladen.

von Herr Schwaner am 05.07.2010, in: Skizziert, Synapsenfeuer

Mit Frau Rieke in der Abteilung für Beinkonfektion. An den kurzen Hosen, die ich dank sommerlicher Temperatur suche, irritieren mich verwirrende Hosengrößen. Normalerweise rechne ich in Weite und Beinlänge, also konkretem, wie beispielsweise 40/32 oder erwünschte 38/32. Stattdessen plumpe Größen: 56, 50, 27, 29 oder die: 28.

Dann sagt die eine Verkäuferin zu einem anderen Kuden, der ebenfalls nichts mit europäischen Hosengrößen anfangen kann: “Ja, die kleinen Größen sind Zwischengrößen. Die 28 zum Beispiel ist für kleine Männer mit dickem Bauch.”

Aha.

Ich bin im Laufe meiner Wachstumsphasen 182 Zentimeter in die Höhe gewachsen, bevor ich mit dem Rauchen anfing und nur noch die Füße weiter wachsen wollten, ich bin ein kräftiger Bär mit gewaltigem Brustumfang, der gerne mal knorrige Eichen entwurzelt und Schränke mit bloßen Händen in das Umzugsauto trägt — jetzt aber bin ich nur noch eine 27, mit dem gelb unterlegtem Vermerk: “Untersetzt”. Ein kleiner Mann mit dickem Bauch.

Willkommen in der Schublade. Klappe zu, Affe tot. Vielen Dank.

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Von Wahlalternativen.

von Herr Schwaner am 01.07.2010, in: Res publica

Wo sind eigentlich die ehemaligen Mitglieder der “Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit” (WASG) geblieben? Sicher - seit 2007 gehört die WASG mit dem Zusammenschluss der PDS zur Gesamtpartei “Die Linke”. Doch von den ehemals Enttäuschten der SPD ist niemand wirklich mehr zu sehen. Gerade bei der gestrigen Wahl zum Bundespräsidenten haben die Linken wenig Sozialverantwortung gezeigt - vielmehr dies: Kleinklein, Machthunger und Geltungsdrang und dabei so widerlich spießig, dass es die sprichwörtliche Sau graust.

Wo sind die ehemaligen Sozialdemokraten der WASG? Die — zumal jene, die aus dem Westen der Republik stammend — noch andere politische Visionen haben sollten, als das Geschichtsbild der DDR zu revisionieren? Wo sind sie?

Ich sehe nur noch kleingeistige, indoktrinierte Westkommunisten, trauernde Sozialisten im Rückwartsgang, Ewiggestrige und Geschichtsklitterer, die nur nach ihrem Bild der Geschichtsaufarbeitung schielen - nichts davon sieht nach vorne, in die Zukunft, sieht die Möglichkeiten.

In der Tat, Gesine Lötsch von der Linken hat recht, wenn sie in einer E-Mail schreibt: “Bei den Linken gibt es keinen Fraktionszwang!” - den brauchen sie auch nicht, wie es dennoch geht, haben sie eindrucksvoll gestern gezeigt: Mit Engstirnigkeit.

Seit gestern sind die Linken für mich defintiv unwählbar geworden.

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Von twittrigen Gerüchten.

von Herr Schwaner am 30.06.2010, in: Res publica, Skizziert

ARD bescheuert: Ulrich Deppendorf, seinerseits Leiter des ARD-Hauptstadtstudios, selbst streut die Gerüchte, dass es vielleicht ein Zeichen für die Entscheidung im ersten Wahlgang (und damit ein Zeichen für Wulff) sei, dass ein Blumenstrauß hereingetragen wird und wundert sich dann, dass sogar in Twitter dieses Gerücht herumläuft….

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Von Antworten.

von Herr Schwaner am 29.06.2010, in: Res publica

Morgen wird von der Bundesversammlung im Deutschen Bundestag der neue Bundespräsident für unser Land gewählt. Die Wahlfrauen und -männer haben die Wahl zwischen einer Kandidatin und zweier Kandidaten. Zwei davon sind vollkommen aus dem Sumpf parteipolitischer Strategien gezogen worden, wobei die eine Kandidatin leider überdeutlich nach Kindergartengehabe stinkt.

Um eben jenen dritten, eher allumarmenden Kandidaten ins Gewissen vieler fraktional verklemmter Wahlfrauen und -männer rücken zu lassen, schrieben und klickten sich viele Anhänger jenes Kandidaten die Finger wund, um die Delegierten ihres zuständigen Stimmbezirks von ihrer Sicht der Dinge zu unterrichten, quasi die verzauselten Bundesrobinsons am Flow der Gesellschaft teilhaben zu lassen.

Aber die Damen und Herren wollen ja nicht, wie sich eindrucksvoll hier und hier als Antwort nachlesen lässt. Überhaupt scheint wahre Demokratie und Volksvertretung im besten Sinne des Wortes wenig Freunde in der Politik zu finden.

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Von Abziehbildchen.

von Herr Schwaner am 26.06.2010, in: Synapsenfeuer

Stickeralben, in die man Abziehbildchen mehr oder weniger berühmter Fußballer einklebt sind — nicht nur auf den ersten Blick — ein “Who is who?” der Blödheit. Was für tumbe Fressen… Wer seine ganze Kindheit und Jugend durch seine grauen Zellen damit beschäftigt, Bälle am Gegner vorbei in Richtung des gegnerischen Tors zu dribbeln, dürfte schulischen Lehrinhalten eher diametral gegenüberstehen.

Zum Glück. Man stelle sich vor, morgen träte im Achtelfinale eine allwissende Akademikergruppe gegen die “Three Lions” an… Amüsant, gewiss, aber wenig spannend.

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Vom Fußball. Von Frauen. Und Männern.

von Herr Schwaner am 18.06.2010, in: Skizziert

Gerade saßen Frau Rieke und ich noch beim Public Viewing in der Berliner “Castingallee” in irgendeinem großgeratenen Dönerladen, weil der Prater-Biergarten wegen Überfüllung geschlossen war: Der Prenzlauer Berg ein einziges Farbenmeer in schwarz-rot-gold - Akademiker und welche, die es werden wollen und wollten feiern ein Fußballfest.

Doch die Trennung ist vertikal simpel festzustellen: Mann und Frau. Während das Spiel Deutschland - Serbien vom Schiedsrichter entschieden wird, pocht zu fortgeschrittener Stunde dem Manne das Leibesblut, die Schläfenadern kochen und pulsieren sichtbar unter dem Schweiß, die Kiefermuskulatur verzerrt das Gesicht, die Oberarme sind zum Bersten gespannt, Hände zu Fäusten geballt. Es wird geschrien, unflätig gebrüllt, beleidigt und völkervernichtend gemault. Die rechte Hand ruht am Schaft des Zweihandschwertes, was nur herausgezogen werden muss, um hemmungslos den Feind niederzustrecken. Männer im Ausnahmezustand - egal ob promovierter Akademiker oder Volksschüler - es ist Krieg.

Und zwischen all dem Testosteron zwitschert es harmonisch und alles gleichmachend: “Ohhhh, guck mal, da haben die Roten wieder den Ball!” oder “Der ist ja süß!” oder “Achso, wenn der Rot kriegt, muss er raus?!”