Armes Christkind
Besser, dass sich ein gewisses transzendentes Wesen dazu entschlossen hat, seinen Sohn, also seine eigenen Gebeine, nicht in Deutschland auf die Welt bringen zu lassen. Denn es ist Jahresende. Und am Jahresende werden immer gerne Statistiken veröffentlicht ausgeplaudert: So also auch die Statistik zum Thema Kindervernachlässigung und -mißhandlung.
Die Welt/Reuters: Nach vorliegenden aber noch nicht veröffentlichten Zahlen des Bundeskriminalamtes BKA sei die Zahl der Kindsmisshandlungen um 50 Prozent im vergangenen Jahr auf 2916 Fälle angestiegen. Die Zahl der Vernachlässigung würde jedoch bei 1170 Fällen stagnieren. Die Bundesministerin für Jugend, Familie und Frauen von der Leyen forderte politische Konsequenzen und die Einführung eines Frühwarnsystems.
Prima: “Die wenigen Kinder die Deutschland hat, die werden noch verhauen.” (Anm. v. Rieke).
Wenn man es allerdings recht bedenkt, wäre die Geburt des Sohnes aller Söhne in Deutschland derzeit durchaus eine lohnenswerte Option. Schliesslich wurde besagter Märtyrer vor rund 2000 Jahren immerhin ans Kreuz genagelt. Im Deutschland der heutigen Zeit stünden ihm die zahlreiche Leidenswege zur Verfügung: Angefangen von Tritten in den Bauch seiner Mutter (als Ungeborener), sexueller Mißhandlung bishin zu tötlicher Gewalteinwirkung und anschließender Tiefkühltruhe - ein komplettes Märtyrium. Was will er mehr?

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