Ein-Euro-Jobs sind Job-Killer

von Herr Schwaner am 09.05.2008, in: Res publica

Bild: © BA
In einem aktuellen Schreiben des Bundesrechnungshofes an den Haushaltsausschuss des Bundes kritisieren die AutorInnen die Betreuung von Langzeitarbeitslosen durch die Jobcenter sowie die Praxis der Ein-Euro-Jobs.

Bei rund zwei Dritteln der Ein-Euro-Jobs war zumindest die Fördervoraussetzung, dass der Ein-Euro-Job keinen Arbeitsplatz ersetzen dürfe, nicht gegeben. Oftmals sei jedoch das Gegenteil der Fall:

“Es sollten Arbeitskräfte eingespart oder ein haushaltspolitischer Personalmangel ausgeglichen werden.” [via]

Auch griffen die Fördermaßnahmen oft nicht, Integrationsfortschritte seien in drei von vier Fällen nicht zu verzeichnen.

Das DGB-Vorstandsmitglied Amelie Buntenbach forderte angesichts des Schreibens vom Bundesrechnungshof den Gesetzgeber dazu auf, den Einsatz von Ein-Euro-Jobs zu stoppen.

“Fakt ist, dass Ein-Euro-Jobs teuer sind, keine Perspektiven bieten, stattdessen aber Lohndumping fördern und sogar reguläre Arbeitsplätze gefährden. Ein solch offensichtlicher Unsinn muss endlich gestoppt werden” [via]

Ein-Euro-Jobs seien oftmals nur das Zeichen der Hilflosigkeit der Jobvermittler und würden zu oft als disziplinierende Massnahme gegenüber Langzeitarbeitslosen eingesetzt.

Informationen zu diesem Artikel


Kategorie(n):

Tags:

Autor:
Herr Schwaner

erstellt am:
9. Mai 2008 10:12

Trackback:

3 Kommentare


Duckhome says:

Aufgelesen: 5…

Transnet-Chef Norbert Hansen ein korrupter Verräter?

In der Tat stinkt der Wechsel von Transnet-Chef Norbert Hansen zur Deutschen Bahn zum Himmel und das gewaltig. Solche fliegenden Wechsel sind - auch bei Politikern - häufig ein Fall von …

[...] Ein-Euro-Jobs sind Jobkiller [...]

[...] Ein-Euro-Jobs sind Jobkiller [...]