Vom wahren Sozialbetrug.

von Herr Schwaner am 27.02.2010, in: Res publica

Es sind inzwischen abertausende von Selbstanzeigen, die aufrgrund der Furcht durch die angekaufte Daten-CD entlarvt zu werden, bei den Finanzämtern eingegangen sind. Hunderte von Millionen Euro sind dort in der Vergangenheit an der Steuer vorbeilaviert worden sind, Gelder, die dem Sozialstaat entzogen wurden und damit einfach der Gesellschaft fehlten.

Hier sind sie: Die wahren Sozialbetrüger, die dem Staat durch ihre laxe Auffassung von Moral und Anstand weitaus mehr gefährden, als es einer der 1,9 Prozent (und nicht 20 Prozent, wie der schöne Außenminister vom Rhein sich gerne von sogenannten Experten in die Propaganda schreiben lässt) Hartz-IV-Betrüger je fertig brächte. Darüber spricht der flotte Guido nicht, die stellt er nicht an den Pranger. Warum auch? Schließlich seien die staatsbürokratischen Systeme selbst schuld, wenn ihnen die Steuerzahler davon liefen, so zumindest der Westerwellsche Tenor, als er gegen eine sechsstellige Gesamtgage vor Bankern aus Liechtenstein unverhohlen über seine Neigungen im Steuerrecht parlierte.

Da ist es doch kein Wunder, wenn ihm Hartz-IV-Empfänger öffentlich zu brandmarken und noch weiter in den Dreck zu treten ein wesentlich größeres Anliegen ist, als die eigene Klientel zu geißeln.

Das ist im übrigen genau das, was an den Auftritten des Herrn Westerwelle so g’schmäcklich ist: Nicht die Gagen, die korrekt verbucht wurden, noch die Verwendungng jener Gagen. Was daran stört, ist die Tatsache, vor wem der heutige Außenminister sprach und über welche Themen, während der deutsche Sozialstaat versuchte, die weitaus gefährlicheren Schädlinge dingfest zu machen.

Das ist der eigentliche Skandal.

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Autor:
Herr Schwaner

erstellt am:
27. Februar 2010 9:17

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