Wo alles herkommt
Oskar fragt: “Papaaaa, wie werden eigentlich Kinder gemacht?”
Ich stutze ob der Frage von einem Dreijährigen, fühle mich peinlich berührt und gucke angestrengt zu Rieke, die schon grinst und sagt: “Na denn mal los, Papa!”
Weil ich gar nicht erst von Störchen anfangen will, sage ich: “Kinder entstehen, wenn sich Mama und Papa ganz doll lieb haben”, und obowhl ich die Antwort für die beste halte, finde ich sie mindestens genauso dämlich.
Oskar runzelt die Stirn und scheint nicht zufrieden. Muss ich etwa noch tiefer ins Detail gehen? Oskar jedoch löst die Situation selber auf und zeigt sich ungewöhnlich philosophisch in seiner Frage: “Nein, nein, ich meine, wo kommt das alles her? Also ganz vorher?”
Und Rieke sagt nur scherzend: “Tja, Papa, was nimmst Du nun? Kreationismus oder Evolution?”
Und ich grübele in mich hinein. Also mal ehrlich: Einem Kind von der Schöpfung zu erzählen ist einfacher und für das Kind verständlicher, als wenn ich vom Urknall erzähle. Aber wie soll ich dem Kind ernsthaft etwas erzählen, was ich für ausgemachten, menschlich erdachten Mumpitz halte, also quasi Autorenkino der Antike? Auf der anderen Seite: Wie erkläre ich den Urknall möglichst einfach und wie komme ich vom Urknall über die Evolution bishin zu uns Menschen?
Da löst Paul die Situation auf und erzählt fleißig, was er neulich in der Vorschule über den Urknall gelernt hat.
Meine Güte - demnächst erklären mir meine Kinder die Relativitätstheorie…
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3 Kommentare
[...] ich gerade diesen Eintrag über die Evolution las, fiel mir wieder die Unterhaltung heute morgen im Bett ein. ImLa, 3 Jahre alt, war gerade zum [...]
Wow … in der Vorschule wird schon über den Urknall geredet? Cool … war sicher keine kirchlich-private-esotherische KiTa ;-)
Grad nochmal Glück gehabt ;-)
