Die Sache mit dem Autoradio

von Herr Schwaner am 11.07.2012

Seit dem letztem Ausbau der Autobatterie zwecks Neuaufladung im Winter verlangt unser altes und müdes Autoradio einen vierstelligen Code. Das wäre normalerweise kein Problem, wenn wir denn den Code hätten. Wir haben ihn aber nicht, denn das Auto ist ein Gebrauchtwagen und auch das Autohaus hat den Code für dieses Radio nicht mehr. Nun könnten wir unter Angabe der Gerätenummer und der Seriennummer des Fahrzeugs den Code für das Radio beim Autohersteller anfordern. Doch die simple Auskunft kostet. Und das nicht gerade wenig.

Da neue Autoradios mit CD-Spieler und USB-Abspielmöglichkeit schwindend wenig kosten, wäre die Anforderung eines Codes doch eine vollkommen hirnrissige Sache, zumal der CD-Spieler im alten Radio eh ständig springt, und sei es, wenn die Fahrerin hustet. Also: Ein neues Radio muss her.

Stellt sich nur die Frage, wer einem das Radio einbaut, denn Spezialschlüssel zum Entsperren des Radios haben wir nicht. Ein Anruf bei unserem KFZ-Mechaniker ernüchtert uns: Für das Ansetzen eines Spezialschlüssel, dem Herausnehmen des alten Radios, dem Abklemmen der Stromverbindungen und der Antenne, für das Verbinden des neuen Radios mit allerlei Kabellage und dem Wiedereinsetzen verlangt der gute KFZ-Meister mal locker sage und schreibe fünfig Euro. Wir tippen mit dem Finger an die Stirn.

Google auf, "Autoradio ausbauen" eingetippt und sich durch die ersten Foreneinträge klicken. Darauf hin habe ich mir zwei dünne aber genügend lange Imbusschlüssel mitgenommen, bin runter ins Auto, habe die Imbusschlüssel bis zum Anschlag in die Entsperrlöcher gesteckt und ein wenig gewackelt, schon kam mir das Autoradio entgegen. Dann habe ich die Kabel und das Radio komplett entfernt. Zeitaufwand: 5 Minuten.

Respekt. 50 Euro für 5 Minuten Arbeit. Ach halt, das neue Radio muss ja auch wieder hinein. Da wir bereits ISO-Stecker im Auto haben, muss ich nicht einmal ein ISO-Stecker-Adapter besorgen, kann also das neue Autoradio einfach verbinden und wieder in den Slot gleiten lassen. 10 Minuten Arbeit.

Die unverschämte Preisansage unseres KFZ-Mechanikers lässt uns jetzt gesamt an der Werkstatt zweifeln (bei Rechereche im Internet wird uns von kostenlos bis max. 20 Euro genannt). Bei der nächsten Inspektion werden wir uns wohl um einen anderen Meister bemühen, diese Werkstatt sieht uns nicht wieder.

Vielleicht ja auch eine Methode, eine Wektstatt zu überprüfen: Fragen nach Kosten für popelige Basics. Sind die vorher recherchierten Kosten zu hoch, einfach mal den Stinkefinger zeigen.

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Autor:
Herr Schwaner

erstellt am:
11. Juli 2012 8:16

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