Nicht so toll wie man denkt…

von Herr Schwaner am 23.07.2012

Es ist schon wieder eine Weile her, dass wir wirklich kinderfrei waren. Im vergangenen Jahr vor Ostern, da waren Paul und Oskar zusammen auf Kitafahrt und just an diesen 3 Tagen hatten wir zum ersten Mal seit 5 Jahren wirklich kinderfrei - mit freien Tagen und freien Nächten. Dieses Jahr fuhren Oskar und Paul jedoch nicht mehr zusammen auf Kitafahrt, weil sie nicht mehr in einer Kitagruppe waren, ergo hatten wir nicht frei. Was uns dieses Mal jedoch wenig ärgerte, denn schon allzu lange planten wir und die lieben Verwandten, die Kinder Urlaub ohne uns machen zu lassen, weil sie großspurig tönten, sie würden auch alleine bei Omas, Opas, Tanten und Onkel übernachten, sie seien ja schon groß.

Gesagt, getan.

Seid über einer Woche sitzen wir Eltern nun ohne unsere Kinder in Berlin und freuen uns, dass alles so gut klappt. Aber so enthusiastisch, wie man im Vorfeld vielleicht ist, zwei Wochen ohne seine Kinder sein zu dürfen, so ernüchternd ist es, tatsächlich alleine zu sein, wenn man seit sechseinhalb Jahren stets Kinder um sich herum hat.

Erst ist einem weh ums Herze, weil man sich um die Kinder sorgt, ob es ihnen auch gut geht, ob sie auch kein Heimweh plagt; dann, wenn man sich daran gewöhnt hat, fällt einem nur allzu schnell auf, wie langweilig doch die Abende sind, wenn wir mal nicht ausgehen: Einkaufen, Abendbrot, ja und dann? Normalerweise würden die beiden holden Knaben nun noch einmal richtig aufdrehen und wir hätten mit ihnen unseren täglichen Kampf, sie ins Bett zu bekommen und zu behalten. Was wir sonst bestöhnen, fehlt uns nun. Wie bescheuert geht’s denn?

Für uns beide steht nach sieben Tagen bereits fest: Sieben Tage hätten gereicht. Vieles, von dem, was wir uns vorgenommen haben, hatten wir zügig erledigt: Essen gehen, Ausgehen, Cocktails schlürfen, Freilichtkino, Spazieren gehen - nun kommt sogar noch der Sommer dazu und die warmen Temperaturen laden zu allerlei Abendunterhaltung ein, zumindest mehr als der Regen der vergangenen Woche.

Aber dennoch: Jetzt sehnen wir uns schon den Tagen entgegen, an denen wir unsere Kinder wieder nach Hause holen. Eine Woche haben wir dann noch gemeinsam und wir hoffen auf das Wetter, um mit unseren Kindern endlich noch mal richtig auf den Ferienbusch zu klopfen.

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Autor:
Herr Schwaner

erstellt am:
23. Juli 2012 12:52

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1 Kommentar


OmaBetti says:

Jaja,die lieben Kinderlein oder Enkelein…..es war schön mit Ihnen,auch wenn das Wetter uns einen großen Strich durch die Rechnung gemacht hatte.Wollten wir doch so vieles mit Masha,Paul und Oskar bei schönen Wetter unternehmen.
Aber wir sind desto trotz mit der Dampfeisenbahn gefahren,sehr zur Freude von Oskar und Paul,danach durften Sie bei einer Führung auf dem Gelände kräftig mit anpacken.Ein Besuch in Holland,in ein anderes Land ;-),war auch drin.An einen anderen Tag tobten sich alle 3 Kinder auf dem Bauernhof im Stroh und im Maisbad aus,durften die Tiere füttern,eine Kuh melken oder zupfen,wie es Oskar so schön formulierte.Sie konnten Fahrrad fahren,mit dem kleinen Moped als Sozius ne Runde drehen…sich verausgaben im In-door-Spielplatz.Der Besuch im Kino bei Ice Age4 in 3D fanden die 2 Knirpse so herrlich….ich wußte garned,daß Paul so eine süß-dreckige Lache hat.Mußte oft wegen Ihm lachen.Oskar durfte jeden Tag Kakao mit Erdbeergeschmack trinken,alle 3 zusammen in einem Bett schlafen….alles im allen…es waren herrliche,wenn auch manchmal streßige Tage.Man hat Sie ja ned alle Tage um sich rum.Und von mir aus darf es gerne eine Wiederholung geben.